Der JugendFotoPreis Schwaben 2020 ist beendet!

Die Gewinner(innen)

Hier geht's zur Online-Preisverleihung auf YouTube – Premiere war am 18.12.2020!
Die Gewinner*innen vom JugendFotoPreis Schwaben 2020 sind:

1. Platz

"World on Fire"
Selina Kerschner aus Graisbach, 22 Jahre

"Seit Beginn der Pandemie hat man das Gefühl die Welt stehe in Flammen.

Nicht nur die eigene Welt (durch Kontaktsperren, finanzielle Einbußen, Einsamkeit) sondern die ganze Welt. In Zeitung, Radio und Fernsehen jagt eine schlimme Nachricht die nächste. Von der Pandemie über die Polizeigewalt in den USA bis hin zu den Bränden in Moria. Es scheint, als ob die Welt nicht zur Ruhe käme, sich pausenlos dreht und brennt." (Selinas Text zum Foto)

Die Meinung der Jury

Die Welt um uns brennt. Das zeigen täglich die Nachrichten. Ruhe zu bewahren um passend (vernünftig) zu reagieren ist wichtig. Eine Aufnahme mit Feuer und auch noch so nahe beim "Model" ist nicht einfach. Sie muss richtig gut bedacht sein. Kein Spiel. Ein mutiges Foto, das gut zum Thema des Wettbewerbs passt!

2. Platz

"Rider on the storm"
Miriam Abel aus Günzburg, 21 Jahre

"Türen geöffnet durch Corona, in Zurückgezogenheit, soziale Distanz und Einsamkeit. Aber auch Raum für sich, für den besten Freund, und die Möglichkeit auf einen guten Ritt durch den Covid-Sturm.

Zu sehen auf dem Bild der wohl der treuste Begleiter des Menschen. Das Auto... oder der Hund? Mit Corona wird uns allen wieder klar worauf es wirklich ankommt im Leben. Uns selbst und mit wem und was wir uns umgeben. Jegliche Ablenkung durch Partys und reges gesellschaftliches Leben wird soweit eingeschränkt das jeder viel Zeit mich selbst verbringen muss. Oder darf, je nach Sichtweise. Dadurch wird uns wieder klar, es kommt auf die schönen Momente im Leben an, auf gute Freunde, Natur und die Gesellschaft unserer Vierbeiner. Luxus und Oberflächliches mögen schön sein, aber Rolex und Ferrari helfen nicht gegen Einsamkeit und Lockdown, wohingegen der beste Freund des Menschen uns gern durch den Sturm begleitet und aufmuntert." (Miriams Text zum Foto)

Die Meinung der Jury

Wenn man dem Corona-Virus etwas Positives abgewinnen will, dann dass die Menschen sich wieder mehr in die Natur begeben und sich mit ihr auseinandersetzen. In diesem technisch sauberen Foto sehen wir die Einsamkeit – ein Leitmotiv dieser "fiesen Kriese" – genauso wie Vertrautheit, Nähe, Freundschaft. Im Hintergrund bricht die bedrohliche Naturkulisse auf und das Licht am Horizont spendet Hoffnung.

Die Idee, der Titel und der Text sind alle sehr stimmig und passen gut zum Thema des Wettbewerbs. Die verlassene Kulisse wirkt bedrohlich, aber mittendrin, fast versteckt, ein bekanntes Gesicht, das die Stimmung auflockert: ein Freund.

3. Platz

"Im Licht erhebt sie sich."
Laura Johnson aus Aichach, 25 Jahre

"Versteckt im dunklen Geäst von wildem Wuchs erhebt sich eine hell leuchtende Pflanze und reckt ihren Kopf zur Sonne. Wir sollten es ihr gleich tun, wenn uns die Unsicherheit erreichen möchte.

Als Corona zu einem Thema wurde, begann ich mich immer mehr der Natur zu widmen. Sie wurde zu einem Zufluchtsort, einem Zuhause in dem man ohne Sorgen atmen konnte. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit begann ich die Verbindung von Mensch und Natur zu dokumentieren und auch für mich meine Naturwahrnehmung fotografisch festzuhalten. Ich entdeckte Wunder, die man sonst schnell übersah.

Dies ist eines meiner Lieblingsbilder aus meiner Arbeit. Es zeigt für mich den starken Kontrast zwischen Unsicherheit und dem Aufrechtstehen. Es zeigt für mich das Licht, was in Zeiten einer solchen Angst für mich scheint. Für mich ist dieses Bild eine Erzählung meiner persönlichen Wonne, wenn ich meine Sorgen in der Natur mit ihren Wäldern und Wiesen lasse... Es soll zeigen, dass wir uns alle nicht entmutigen lassen sollten und stark nach vorne blicken müssen. Lassen wir uns von Corona und seinen Schatten nicht unterkriegen.

Aufgenommen wurde das Foto mit einem 50 mm Objektiv und der NikonD750 – später wurde es noch in Lightroom angepasst, um die darin enthaltene Stimmung zu untermalen." (Lauras Text zum Foto)

Die Meinung der Jury

Licht, Schärfe, Aufteilung der Motive – hier passt alles zusammen. Das Foto ist aber nicht nur technisch gut gelungen, sondern weckt auch Gefühle beim Betrachter! Eine sehr abstrakte, erst auf den zweiten Blick erkennbare Umsetzung des Wettbewerbsthemas. Hier ist ein technisch anspruchsvoll umgesetztes Naturmotiv entstanden, das durch den Kontrast der hellen, Hoffnung spendenden Blume zum düster-bedrohlichen Hintergrund eine faszinierende Grundstimmung entwickelt.

 

Community-Preis

"silence"
Fabian Möckl aus Augsburg, 20 Jahre

"the modern age of calm and standstill" (Fabians Text zum Foto)

Der Community-Preis

Über den Community-Preis wurde von 6. bis 22. November 2020 online abgestimmt. Neben dem Gewinner wurden auch weitere Favoriten aus der Online-Abstimmung Teil unserer (Postkarten-)Ausstellung zum JugendFotoPreis Schwaben.